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Miteinander - füreinander: die Vorwerker Diakonie ist für Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen da. Doch Menschlichkeit braucht Unterstützung.

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Wie der Corona-Virus den Alltag in der Vorwerker Diakonie beeinflusst

Was muss ich zum Besuchsverbot in den Pflegeeinrichtungen wissen? Antworten auf diese und andere Fragen gibt es hier.

Die Ausbreitung des Corona-Virus schreitet voran und zieht zahlreiche Maßnahmen nach sich, die auch Auswirkungen auf das Leben aller Menschen, die in Einrichtungen der Vorwerker Diakonie betreut werden, haben. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten für Klienten und Angehörige:

Darf ich meine Angehörigen in den Pflegeeinrichtungen der Vorwerker Diakonie besuchen?
Nein, dort herrscht Besuchsverbot. Ausnahmen werden nur in sehr besonderen Fällen ermöglicht –  wie im Falle eines nahenden Todes oder im Todesfall. In diesem Fall nehmen Sie vorher bitte Kontakt zur Einrichtungsleitung auf. Selbstverständlich können Sie sich jederzeit telefonisch nach den aktuellen Entwicklungen und dem Befinden Ihres Angehörigen erkundigen - hierfür wurde unter 0451 4002-50774 eine Hotline eingerichtet. Sie ist von 8 bis 16 Uhr erreichbar.

Das Besuchsverbot ist natürlich eine große Einschränkung. Im Moment ist es jedoch das Wichtigste, Personen zu schützen, die einer besonderen Risikogruppe angehören.

Das Besuchsverbot gilt zudem für die stationären Wohneinrichtungen der Behindertenhilfe.

Wer wird in den Kitas noch betreut?
Um die Infektionskette einzudämmen, hat die schleswig-holsteinische Landesregierung entschieden, Kindertagesstätten und Schulen bis zum Ende der Osterferien am 19. April 2020 zu schließen. Diese Maßnahme gilt auch für die KiTa Haus Barbara in Trägerschaft der Vorwerker Diakonie. In allen KiTas wird aber noch eine Notfallbetreuung für Kinder angeboten, bei denen beide Elternteile oder ein alleinerziehender Elternteil in Berufen arbeiten, die für die Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens notwendig sind. Zu diesen Arbeitsbereichen gehört etwa die Infrastruktur des Gesundheitsbereiches (etwa Kliniken, Pflege, Unternehmen für Medizinprodukte), der Versorgung (Energie, Wasser, Lebensmittel, Arznei), der Justiz, Polizei und Feuerwehr, sowie Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer. Zudem kann auch eine Notfallbetreuung in Anspruch genommen werden, wenn ein Elternteil in einer Einrichtung des Gesundheitswesens, einer Pflegeeinrichtung oder einem Pflegedienst tätig ist.

Wie ist die Situation in den Werkstätten für Menschen mit Behinderungen?
Große Teile der Werkstätten für Menschen mit Behinderungen der Vorwerker Diakonie sind geschlossen. Die Nutzer und deren Angehörigen sind informiert. Für Menschen mit Behinderungen mit einem besonderen Bedarf erhalten unter dem Dach der Werkstatt individuelle Angebote. Bei Fragen können Sie sich direkt an die jeweiligen Abteilungsleitungen der Werkstattbereiche wenden. Die Schließung führt unter anderem dazu, dass auch die Cafés der Vorwerker Diakonie geschlossen sind - beispielsweise das Café Ulrich`s oder das Kunst-Café auf der Lübecker Altstadtinsel. Auch arbeitsbegleitende Maßnahmen, Freizeit- und Sportangebote für Menschen mit Behinderungen finden nicht statt.  

Was ist in der Vorwerker Diakonie ansonsten geschlossen?
Neben den Cafés der Vorwerker Diakonie in Lübeck (Café Ulrich`s, Kunstcafé, Walbaum-Café) und dem Café Bischofsherberge in Ratzeburg und dem Pfarrhofcafé in Ziehten, haben die Beschränkungen für den Tourismus in Zeiten der Corona-Krise auch Folgen für die Tagungs- und Gästehäuser der Vorwerker Diakonie: Die „Ev. Jugend-, Freizeit- und Bildungsstätte Koppelsberg“ in Plön, das „Christophorushaus Bäk" und das „Gästehaus Domkloster" am Ratzeburger See sind bis auf weiteres geschlossen. Auf dem Campus der Vorwerker Diakonie in der Lübecker Triftstraße hat die „Vorwerker Passage“ ihren Betrieb vorübergehend eingestellt.

Geschlossen hat in Lübeck auch die „Manufaktur für Schönes“ (Schüsselbuden 6-8). Gleiches gilt für den benachbarten „2. Hand-Laden“ sowie das „2. Hand-Lädchen“. Und auch im „2. Hand-Kaufhaus“ im Sereetzer Weg bleiben die Türen zunächst zu. Entsprechend können dort derzeit auch keine Sachspenden angenommen werden. Gleichzeitig stehen die Container für Kleiderspenden im Stadtgebiet vorübergehend nicht zur Verfügung.

In der Seniorenbegegnungsstätte "Wilhelmine Possehl" in Lübeck wird das Angebot zurzeit ebenfalls ausgesetzt.    

Zur Schließung von KiTas siehe: „Wer wird in den Kitas noch betreut“?

Ist die Kinder- und Jugendpsychiatrie der Vorwerker Diakonie auch von Schließungen betroffen?
Nein. Die Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie ist geöffnet. Gleiches gilt für die Tageskliniken und die ambulanten Angebote in Lübeck, Büchen und Eutin.

Was gibt es für weitere Maßnahmen?
Maßnahmen zur Händehygiene, der Verzicht auf das Händeschütteln sowie die Husten- und Niesetikette gelten in allen Einrichtungen der Vorwerker Diakonie bereits seit mehreren Wochen. Außerdem wurden Veranstaltungen frühzeitig abgesagt. Weitere Schritte werden anhand der Anordnungen der Behörden fortlaufend umgesetzt.

Wie beurteilt die Vorwerker Diakonie die Unterstützung aus der Politik?
Die Geschäftsführung der Vorwerker Diakonie hat sich am 24. März 2020 mit einem dringenden Appell an die Landesregierung in Schleswig-Holstein gewandt. Sie fordert diese dazu auf, Träger in der freien Wohlfahrtspflege besser zu unterstützen: Mit verlässlichen Finanzierungszusagen für Einrichtungen, die aktuell geschlossen sind oder nicht arbeiten können, und einer umfangreicheren Ausstattung mit Schutzkleidung.  

An wen wende ich mich bei offenen Fragen?
Nehmen Sie bitte direkt mit den jeweiligen Einrichtungen Kontakt auf, in denen eine Leistung erbracht wird, die Sie oder Ihre Angehörigen betreffen.

Was ist der Corona-Virus? (Leichte Sprache)
Eine Antwort gibt es hier: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus/coronavirus-leichte-sprache.html

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