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Miteinander - füreinander: die Vorwerker Diakonie ist für Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen da. Doch Menschlichkeit braucht Unterstützung.

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Vertrauen aufbauen und niemanden drängen

Die Streetworker Edith Bächt (li.) und Sandro Voigt vor dem Streetwork-Café „Mühle 77“.

Die Streetworker und das Streetwork-Café der Vorwerker Diakonie helfen Menschen auf der Straße.

"Wir haben uns lange nicht gesehen, warst du krank?", begrüßt Edith Bächt einen Mann auf dem Platz am Klingenberg freundlich. Täglich sind die Streetworkerin von der Vorwerker Diakonie und ihr Kollege Sandro Voigt in der Lübecker Innenstadt unterwegs. Vom Bahnhof aus geht es zu festen Anlaufpunkten wie dem Klingenberg, dem Koberg oder dem Krähenteich. Hier treffen sie Menschen, die sich in einer sozialen Notlage befinden. Die beispielsweise wohnungslos oder suchtmittelabhängig sind und viel Zeit auf der Straße verbringen. Die beiden Streetworker kennen viele von ihnen und halten nach Neuankömmlingen Ausschau. Allen bieten sie sich behutsam als Ansprechpartner an. "Wir sind da, wir sind sichtbar und wir können auf Wunsch helfen", sagt Sandro Voigt. "Das kann von einem einfachen Gespräch über einen Übernachtungsplatz in einer Notunterkunft bis zu einer Begleitung in eine Beratungsstelle gehen."

Häufig dauert es einige Zeit, bis die Betroffenen sich auf den Kontakt mit den Streetworkern einlassen. "Vertrauen spielt bei unserer Arbeit eine elementare Rolle", sagt Edith Bächt. "Und das muss natürlich erst einmal aufgebaut werden. Unsere Klienten haben schon einiges hinter sich. Wir behandeln sie sehr respektvoll und auf Augenhöhe - und drängen niemanden." Ziel des Angebots ist, die Menschen auf der Straße im Blick zu haben, ihre Situation nachhaltig zu verbessern und ihnen neue Möglichkeiten aufzuzeigen. Dabei hilft die starke Vernetzung der Streetworker mit anderen Hilfsangeboten in der Stadt.

Die Tour von Edith Bächt und Sandro Voigt endet jedes Mal in der "Mühle 77". Das Streetwork-Café der Vorwerker Diakonie in der Mühlenstraße 77 hat sich zu einem festen Anlaufpunkt für Menschen in sozialer Not entwickelt. "Sie können bei uns auf ein heißes Getränk und ein Stück Kuchen vorbeikommen und sich aufwärmen, mit uns schnacken und die Toilette nutzen", so Sandro Voigt. "Oder aber niedrigschwellig und auf einfachem Wege eine Beratung und weiterführende Hilfen bekommen." Auch Pascal schaut heute vorbei. Er lebt seit längerer Zeit in einer Notunterkunft und hat mit einer Alkoholsucht zu kämpfen. "Das Leben auf der Straße ist vielfältig und wirklich hart", sagt er. "Aber hier in der Mühle 77, da wird mir vermittelt: Schön, dass du da bist!".

Die Mühle 77 ist montags bis freitags von 13 bis 16 Uhr geöffnet. Das Angebot wird durch Eigenmittel der Vorwerker Diakonie und Spenden finanziert. Unterstützung ist herzlich willkommen und hilft direkt den Menschen in Not: weitere Informationen

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