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Ein Modellversuch untersucht Schritte zurück zur Normalität

Gemeinsam am Kaffeetisch ohne Mundschutz und übergroßen Abstand: Erna Fischer (85) mit Lenya Meier (25), Mitarbeiterin im Lotti-Tonello-Haus, Seniorenpflegeeinrichtung der Vorwerker Diakonie.

Die Vorwerker Diakonie nimmt mit ihren Seniorenpflegeeinrichtungen an der wissenschaftlichen Studie "Transform-Pflege-C-19" teil. Ziel ist, trotz Corona mehr Lockerungen zu wagen. Ein Bericht über ein mutiges Projekt in schwierigen Zeiten.

Seit mehr als einem Jahr hält Corona die Welt in Atem und seitdem setzen Pflegeeinrichtungen diverse Hygiene- und Schutzmaßnahmen um. Dazu zählen unter anderem Maskenpflicht, Abstandsregelungen und der Einsatz von Schnelltests. Und dass, obwohl sich mittlerweile einige Rahmenbedingungen geändert haben. „Die meisten Bewohnerinnen und Bewohner in der Seniorenpflege und auch ein Großteil der Mitarbeitenden sind vollständig geimpft", berichtet Doreen Boniakowsky, zuständige Geschäftsbereichsleitung.


Modellversuch startet

Vor diesem Hintergrund nehmen die Seniorenpflegeeinrichtungen der Vorwerker Diakonie nun an einem Modellversuch mit wissenschaftlicher Begleitung der Universität zu Lübeck teil. „Im Kern geht es um folgendes: Für alle immunisierten Bewohner und Mitarbeitenden werden Masken- und Abstandsregeln aufgehoben. Das heißt, das Leben wird wieder normalisiert." Als immunisiert gilt, wer vollständig geimpft ist – zuzüglich zwei Wochen Wartezeit – oder nachweislich eine Covid-Erkrankung durchgemacht hat. Was bedeutet das für den Alltag in den Einrichtungen? „Die Bewohnerinnen und Bewohner können wieder gemeinsam an einem Tisch und ohne zusätzlichen Abstand ihre Mahlzeiten einnehmen. Gemeinsames Singen ist wieder möglich. Auch Mitarbeitende können ihre Pausen wieder gemeinsam durchführen", zählt Boniakowsky beispielhaft auf. Aber: Für alle nicht immunisierten Mitarbeitenden und Bewohner bleibt alles beim Alten. „Für sie gilt weiter Maskenpflicht und beim Essen im Speisesaal entsprechender Abstand", betont die Geschäftsbereichsleitung. Ein Bild wird daher neue Normalität: In den Einrichtungen sind viele ohne, aber einige wenige mit Maske unterwegs.

Bewohnerinnen und Bewohner im Blick

Wichtig sei, dass alle Mitarbeitende ständig im Blick haben, ob ihr Gegenüber bereits immunisiert ist. „Vom Status des Bewohners ist abhängig, ob er eine Maske tragen muss. Und von seinem und meinem Status hängt ab, ob ich in der Pflegesituation Maske trage. Für das Einhalten von Abständen sieht es genauso aus", so Boniakowsky. 

Die wissenschaftliche Begleitung konzentriert sich vor allem auf zwei Fragestellungen. Einmal geht es um das Wohlbefinden der Bewohnerinnen und Bewohner, zum anderen um die Entwicklung des Infektionsgeschehens in der Einrichtung. „Unsere Studie wird zeigen, ob und wie es gelingt, die Lebensqualität und die soziale Teilhabe der Bewohnerinnen und Bewohner durch den angepassten Maßnahmenplan zu reduzieren, ohne dass hierdurch das Infektionsrisiko steigt“, betont Professor Dr. Katrin Balzer, Pflegewissenschaftlerin an der Universität zu Lübeck und Leiterin der Studie.  

Zwei-Klassen-Gesellschaft?

Gerade in der Anfangsphase haben nicht wenige das Modellprojekt hinterfragt. Sie kritisierten diesen Ansatz als Zwei-Klassen-Gesellschaft und sprachen von einer Impfpflicht durch die Hintertür. „Uns sind entsprechende Bedenken begegnet, aber die Diskussion in der Arbeitsgruppe, die das Projekt begleitet, ist von einem Vergleichsbild geprägt: In der Schwimmhalle müssen sich die Nichtschwimmer schützen – beispielsweise durch Schwimmflügel. Die, die schwimmen können, tragen aber keine aus Solidarität oder aus Gründen der Einheitlichkeit", sagt Boniakowsky. Mit diesem Argument habe man auch Mitarbeitenden- und Bewohnervertretungen vom Modell überzeugt. „Natürlich können sich Immunisierte auch weiter schützen wie bisher. Denn es bleibt ein Restrisiko, dass ich mir den Virus doch einfange – trotz Impfung."

Außerdem ist ihr wichtig, dass neue Bewohnerinnen und Bewohner, die noch nicht geimpft sind, kurzfristig über die Hausärzte ein Impfangebot erhalten können. Dasselbe gilt auch für nicht geimpfte Kolleginnen und Kollegen.

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