„Ich sehe dich“ – ein inklusives Fotoprojekt

Auszubildende der Gisa-Feuerberg-Schule und Menschen mit Behinderungen aus der Vorwerker Diakonie stellen gemeinsame Bilder aus.

Im Kunst-Café der Vorwerker Diakonie ist aktuell eine besondere Ausstellung zu sehen: Unter dem Motto „Ich sehe dich“ haben sich angehende Heilerziehungspflegerinnen und -pfleger von der Gisa-Feuerberg-Schule mit Menschen mit Behinderungen aus der Vorwerker Diakonie zusammengetan und gemeinsam ein Fotoprojekt entwickelt. Im Fokus stand dabei, sich intensiv mit jeweils einem anderen Menschen zu beschäftigen und in Worten und Bildern auszudrücken, was im eigenen Leben und im Leben des anderen wichtig ist. Mit Unterstützung der Fotografin Sybille Ostermann sind so Plakate zu dem Thema entstanden, die jetzt öffentlich ausgestellt werden.

„Wir sind schon ein bisschen stolz, dass unsere Fotos jetzt hier hängen – es ist ein kleines Abenteuer“, sagte Elisabeth Huber bei der feierlichen Ausstellungseröffnung. Die Auszubildende der Gisa-Feuerberg-Schule war Projekt-Partnerin von Nadine Päblow, Werkstattmitarbeiterin in der Weberei der Vorwerker Diakonie. Die beiden Frauen fragten sich gegenseitig: „Wo arbeitest du?“ und beschäftigten sich mit dem Arbeitsplatz der jeweils anderen. „Biographie-Arbeit gehört bei uns fest zum Ausbildungsprogramm“, so Martina Brandes, Leiterin der Gisa-Feuerberg-Schule. „Und hier ist diese zwischen Menschen mit und ohne Behinderungen ganz gleichberechtigt passiert, es ist also ein wirklich inklusives Projekt.“

Die Ausstellung ist bis zum 30. November 2021 während der Öffnungszeiten des Kunst-Cafés, St. Annen-Straße 15, 23552 Lübeck zu sehen: Dienstag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr. Es gilt die 3G-Regel. Der Eintritt ist frei.

Die Ausstellung ist Teil der Veranstaltungsreihe „plötzlich weg“ zum 80. Jahrestag der Deportation und Ermordung von über 600 Menschen aus den Lübecker Heilanstalten 1940/41.

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Zwei Beteiligte der Fotoausstellung bei der Eröffnung.
Nadine Päblow (l.) und Elisabeth Huber bei der feierlichen Ausstellungseröffnung. Im Hintergrund sind die Plakate zu sehen.