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Miteinander - füreinander: die Vorwerker Diakonie ist für Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen da. Doch Menschlichkeit braucht Unterstützung.

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Soziale Verantwortung - seit über 100 Jahren

Die Vorwerker Diakonie übernimmt seit mehr als einem Jahrhundert in der Region Lübeck Verantwortung für Menschen in besonderen Lebenslagen. Seit 1906 entwickelte sie sich von einer einst überschaubaren heilpädagogisch ausgerichteten Einrichtung zu einer überregionalen diakonischen Unternehmung, die nahezu auf allen sozialen Arbeitsfeldern aktiv ist.

1906-1914: In der Mitte der Gesellschaft

Am 29. Juni 1906 gründete der Lübecker „Verein zur Fürsorge für Geistesschwache“ eine sogenannte „Idioten-Anstalt“. Dieser Name war keinesfalls negativ gemeint, er war einfach Teil des damaligen Sprachgebrauch. Die neue Behindertenhilfe-Einrichtung war die erste ihrer Art in der Hansestadt. Sie entstand mitten in Lübeck, in der Klosterstraße 10 zwischen Wakenitz und Dom. Von nun an lebten in dieser Ur-Einrichtung der Vorwerker Diakonie sechs Menschen mit Behinderungen. Betreut wurden sie von einem Hauselternpaar, je einem Pfleger und einer Pflegerin und zwei Lehrkräften. Die Institution war für ihre Zeit sehr modern, denn von Anfang an stand die pädagogische Betreuung der Bewohner im Zentrum des Interesses.

1914-1933: Umzug nach Lübeck-Vorwerk

In der Klosterstraße 10 wurde es schnell zu eng, die Einrichtung konnte dem Bedarf und der Nachfrage nicht gerecht werden. 1913 lebten bereits 39 Bewohner unter einem Dach, das für sechs geplant war. Auf der Suche nach einem neuen Standort fiel die Entscheidung für eine "grüne Wiese" vor den Toren der Stadt - irgendwo zwischen Lübeck und Bad Schwartau in Vorwerk. Hier wurde 1914 das „sonnenrote Haus“ fertiggestellt. Die leuchtend roten Ziegel des großen Gebäudes waren schon von Weitem sichtbar. Das weitläufige Gelände, das zuvor nur eine Feld-, Wald- und Wiesenlandschaft war, bot der „Vorwerker Familie“ nun genügend Platz. Von jetzt an bestand die Möglichkeit, sich durch eigene Land- und Viehwirtschaft selbst zu versorgen.

1933-1945: „Wir konnten sie nicht bergen…“

Seit 1920 leitete der Lehrer Paul Burwick die Einrichtung, von den Bewohnern wurde er liebevoll "Vater Burwick" genannt.

Das dunkle Kapitel des Nationalsozialismus ging auch an der Vorwerker Diakonie nicht vorbei. Leitung und Mitarbeitende setzten all ihre Kräfte ein, um die Bewohner der Einrichtung zu schützen. Leider vergeblich - am 16. September 1940 wurden zehn jüdische Bewohner deportiert und in Brandenburg getötet.

„Die Bergende“, ein Mahnmal auf dem heutigen Zentralgelände, erinnert mit den Worten „Wir konnten sie nicht bergen…“ an diesen Tag. Unter den getöteten Bewohnerinnen war auch die damals 17-jährige Gisa Feuerberg. Nach ihr wurde später die Fachschule für Heilerziehungspflege der Vorwerker Diakonie benannt.

"Glück im Unglück" rettete das Heim 1942 vor seiner kompletten Räumung. Die Bombardierung der Lübecker Altstadt und die damit verbundene weitgehende Zerstörung von Wohnraum ließen die bereits geplante Zwangsräumung durch die Machthaber in den Hintergrund rücken.

1945-1970: Leben in Enge

Während und nach den Kriegsjahren nahm die Einrichtung in der Triftstraße immer mehr Menschen auf. Der Lehrer Walter Haufe, seit 1950 neuer Direktor in Vorwerk, sorgte mit seinem leidenschaftlichen Einsatz für frischen Wind. Die Aufnahmekapazitäten waren bereits überschritten, als am 2. Dezember 1951 ein Erweiterungsbau, die „Baracke“ genannt, fertig gestellt wurde. Sofort setzte sich Haufe für den Bau eines weiteren Gebäudes für Knaben ein, das im Jahr 1954 entstand. Seine umfangreichen Kontakte in die Lübecker Gesellschaft sorgten für eine große Zahl neuer Freunde und Förderer der Vorwerker Diakonie. Trotzdem: die Nachkriegsjahre waren vor allem von Enge geprägt: Schlafräume für bis zu 20 Bewohner waren Normalität. Nach dem frühen Tod Haufes übernahm Schulrat Ernst Lindow die Leitung der Einrichtung.

1971-1980: Aufschwung

Ab 1971 trat Konrektor Günter Schalke die Nachfolge in der Einrichtungsleitung an. Unter seiner Leitung erfuhr die Vorwerker Diakonie erneut einen Aufschwung. So stieg zum Beispiel die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter steil an (1980 waren es bereits 289).

Den wichtigsten Entwicklungsschritt machte die Einrichtung zu dieser Zeit aber in der Betreuungskonzeption – vielmehr als bisher stand die Selbstbestimmung der Bewohnerinnen und Bewohner im Mittelpunkt der Begleitung.

Seit 1977 lebten Menschen mit Behinderungen auch in Wohngruppen, die sich außerhalb des Zentralgeländes an der Triftstraße befanden. Auch die Förderungs- und Therapieverhältnisse verbesserten sich deutlich. Neue Gebäude und Angebote entstanden, darunter Beschäftigungstherapie, Freizeitzentrum, Speisesaal, Mehrzweckgebäude oder auch ein Schwimmbecken. Schritt für Schritt erhielt das Wohnen und Leben von Menschen mit Behinderungen damit eine neue Dimension, die richtungsweisend war und für viele andere Einrichtungen Vorbildcharakter bekam.

Der Vorwerker Sonderschulbereich wurde staatlich anerkannt und erhielt den Namen „Paul-Burwick-Schule“.

1981-1989: Integration und Dezentralisierung

1981 übernahm mit Karl Otto Paulsen ein Theologe die Leitung der Vorwerker Diakonie. Er setzte die Zeit des Aufschwungs fort. So gründete er die Vorwerker Werkstätten – damals wie heute eine der größten Werkstätten für Menschen mit und ohne Behinderung in der Region. Die Bewohnerzahl wuchs auf eine beachtliche Zahl von 600 Menschen. Auch dank großzügiger Spenden entstanden viele weitere Einrichtungen, wie beispielsweise eine Reithalle, die „Irmgard-Gabler-Halle“, oder das „Haus Barbara“, eine integrative Kindertagesstätte. Die Hansestadt war mittlerweile so gewachsen, dass die einstige Einrichtung auf der "grünen Wiese" wieder mitten in der Stadt lag.

1987 erschloss die Vorwerker Diakonie mit der Gründung der Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie das erste Angebot außerhalb von Hilfen für Menschen mit Behinderungen.

1990-2001: Engagement über die Landesgrenzen hinaus

Direktor Paulsen engagierte sich ab 1990 für den Aufbau der Diakonie in Mecklenburg-Vorpommern. Das Engagement ist noch heute sichtbar. So ist die Vorwerker Diakonie mit 50 Prozent am Diakoniewerk Kloster Dobbertin gGmbH und mit 67 Prozent am Diakoniewerk im nördlichen Mecklenburg gGmbH beteiligt. Ebenso entstanden Beteiligungen an zwei landwirtschaftlichen Tochtergesellschaften in der Region.

1997 verbanden sich mit den Diakonischen Einrichtungen und den "Vorwerker Heimen" zwei große Anbieter sozialer Dienstleistungen in Lübeck zum "Vorwerker Heime - Diakonische Einrichtungen e. V.". Durch diese Fusion erschlossen sich der Vorwerker Diakonie weitere Arbeitsfelder. Aus der einst überschaubaren „Idioten-Anstalt“ wurde ein diakonisches Unternehmen mit überregionaler Bedeutung.

2002-heute: Stetige Qualitätsentwicklung

2002 übernahm zum ersten Mal eine Doppelspitze die Leitung. Für den theologischen und den kaufmännischen Einfluss sorgten von nun an Pastor Hans-Uwe Rehse und Andreas A. Stülcken. Ihr Ziel war es, die Qualität der eigenen Sozialleistungen stetig zu verbessern. So wurde zum Beispiel die Behindertenhilfe weiter dezentralisiert – seit 2003 leben erstmals mehr Bewohner außerhalb als innerhalb des Zentralgeländes. Die ambulante Betreuung von Menschen mit Behinderungen gewinnt in den Angeboten der Vorwerker Diakonie immer mehr an Bedeutung. In der Jugendhilfe konnte durch die Übernahme städtischer Einrichtungen und den Aufbau des Jugendhilfezentrums Wakenitzhof die Kapazität verdoppelt werden. 100 Jahre nach Gründung arbeiteten fast 2.500 Mitarbeitenden mit und ohne Behinderungen bei der Vorwerker Diakonie.

2009 trat Fred Mente die Nachfolge von Andreas A. Stülcken an. 

Die Entwicklung der Vorwerker Diakonie geht weiter. Der Aufbau ambulanter Pflegedienste, die Eröffnung des „WohnCampus“ - ein modernes Wohnquartier für Menschen mit Behinderungen - oder des Pflegezentrums Travemünde sind nur drei Beispiele gezielter Weiterentwicklung sozialer Angebote.

Die strukturell notwendige Entwicklung beendet 2013 die über 100-jährige Vereinsgeschichte. Aus dem Vorwerker Diakonie e. V. wurde die Vorwerker Diakonie gemeinnützige GmbH.

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