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Jede Spende zählt

Miteinander - füreinander: die Vorwerker Diakonie ist für Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen da. Doch Menschlichkeit braucht Unterstützung.

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Bundesteilhabegesetz

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Ein neues Gesetz - worum geht es?

Es gibt ein neues Gesetz: das Bundesteilhabegesetz (BTHG). Ziel des neuen Regelwerkes ist es, die Unterstützung für Menschen mit Behinderungen stärker an ihren individuellen Bedürfnissen auszurichten. Gleichzeitig wird die Möglichkeit geschaffen, Einzelbausteine aus verschiedenen Angeboten auszuwählen und zusammenzuführen. Die Grundidee gleicht der einer Reisebuchung: Neben All-inclusive-Pauschalurlaub gibt es ja auch individuelle Angebote, bei denen Flug, Unterkunft, Essen, Sport- oder Wellnessangebote je nach Bedarf und Verfügbarkeit individuell „gebucht“ werden können.

Was ändert sich konkret?

Die grundlegendste Änderung durch das neue BTHG ist die: Künftig werden die Leistungen für erwachsene Menschen mit Behinderungen in zwei verschiedene Hilfe-Arten unterteilt.

1. Hilfe zum Lebensunterhalt
Das umfasst Mieten für den eigenen Wohnraum und Dinge des täglichen Lebensbedarfs – etwa Essen oder Kleidung. Dies Hilfe zum Lebensunterhalt wird künftig so gewährt wie bei Menschen ohne Behinderungen auch – also als Sozialhilfe (Leistung nach SGB XII bzw. SGB II). Auf diese Weise sollen Menschen mit Behinderung frei entscheiden können, ob sie alleine, in einer Wohngemeinschaft oder in Wohnangeboten eines Trägers wie der Vorwerker Diakonie leben möchten.

2. Fachleistungen zur Bewältigung des Lebens
Alle Formen der Unterstützung, die Menschen mit Behinderungen zur besseren Bewältigung ihres Lebens brauchen, sind sogenannte Fachleistungen. Sie können je nach festgestelltem Bedarf „hinzugebucht“ werden. Dazu gehören zum Beispiel therapeutische Maßnahmen (Ergotherapie, heilpädagogisches Reiten usw.) oder pädagogische Assistenz. Wer welche Unterstützung bekommt, hängt vom persönlichen Bedarf jedes einzelnen Menschen mit Behinderung ab.

Wie wird der persönliche Bedarf ermittelt?

Künftig gibt es dafür in jedem Bundesland ein standardisiertes Verfahren, das auf dem bundesweit gültigen Teilhabe- und Gesamtplanverfahren beruht. Alle Leistungsträger - gemeint sind Krankenkassen, Rentenversicherungen, Sozialhilfeträger usw. - beraten gemeinsam, welche Unterstützung jemand braucht. Auf Wunsch unterstützt eine selbstgewählte Vertrauensperson (Beispielsweise eine Betreuungsperson, der gesetzliche Betreuer oder ein Angehöriger) bei der Bedarfsermittlung.  

Wo gibt es Rat und Hilfe?

Wer frei wählen kann, braucht Informationen, vielleicht auch Rat und Orientierung. Deshalb geht mit der Einführung des BTHG auch eine Verbesserung des Informations- und Beratungsangebotes für Menschen mit Behinderungen einher. Die Krankenkassen, Rentenversicherungen und Sozialhilfeträger sind künftig zu einer umfassenden Beratung der Menschen mit Behinderungen bzw. ihrer Vertrauenspersonen verpflichtet. Neu sind kostenlose, unabhängige Beratungsstellen (EUTB). Diese gibt es auch in Lübeck. Auch die Beratungsstellen der Vorwerker Diakonie in Lübeck und Ratzeburg helfen gerne.  

Muss ich als Betroffener aktiv werden?

Noch sind viele Fragen offen. Was sie genau machen müssen, entscheidet sich in den nächsten Monaten. Wir werden informieren. Nutzen Sie auch gerne die Beratungsstellen der Vorwerker Diakonie oder eine unabhängige Beratungsstelle.

Ansprechpartner: Marion Praszler

Telefon: 04541 604779

Email: marion.praszler@vorwerker-diakonie.de

Ansprechpartner: Viola Adams

Telefon: 0451 4002-57360

Fax: 0451 4002-57369

Mobil: 0151 53286647

Email: viola.adams@vorwerker-diakonie.de

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