Jahrenspenden-Projekt 2011 - „Hilfe für Kinder in Not“
Weihnachten 2008: Jonas*, sechs Jahre alt, und seine Schwester Agnes*, 14 Jahre alt, kommen mit einem Bekannten ihrer Mutter in die Feenwiese. Schweren Herzens bringt er die Kinder in die Inobhutnahme der Vorwerker Diakonie. Er weiß sich einfach keinen Weg mehr. Die Mutter der Kinder ist alkoholabhängig. Sie kann sich nicht um die Kinder kümmern. Er selbst hat kein Geld mehr, um etwas zu essen zu kaufen und muss zurück zu seiner Arbeitsstelle nach Süddeutschland. Auch für die Geschenke der Kinder war nichts da. Er ist total verzweifelt. Die Inobhutnahme ist sein einziger Ausweg.
Dort treffen sie auf Marlis Buth, Abteilungsleitung in der Vorwerker Diakonie für den Bereich Jugendhilfe. Sie und Ihre Mitarbeiter kümmern sich täglich um Kinder wie Jonas und Agnes. Sie sagt: „Wir bieten betroffenen Kindern und Jugendlichen unmittelbare und unbürokratische Hilfe in Krisensituationen. Unsere Inobhutnahme ist der einzige direkte Zugang ohne Einfluss des Jugendamtes. Daher können wir sehr schnell handeln.“
Die Inobhutnahme der Vorwerker Diakonie ist 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr geöffnet. Dort werden Kinder und Jugendliche aufgenommen, die sich in einer Notsituation befinden und nicht mehr in ihrem gewohnten Umfeld bleiben können. Sie bietet Schutz gleich einer Zufluchtsstätte. Die Kinder und Jugendlichen, die dort hinkommen, sind zwischen sechs und 18 Jahren alt. Sie kommen aus allen Gesellschaftsschichten. Sie fliehen vor Gewalt, Vernachlässigung oder auch Alkoholismus der Eltern. In der Regel bleiben sie nur vorübergehend.
Die Aufnahme der Kinder erfolgt laut Marlis Buth üblicherweise auf zwei Wegen: Die Kinder kommen selber, zum Beispiel weil sie sich nicht mehr nach Hause trauen. Zum anderen werden sie von Nachbarn, Freunden, Lehrern oder auch der Polizei gebracht. Die Kinder äußerten diesen Personen gegenüber, auf gar keinen Fall wieder nach Hause zu wollen.
Nach ihrer Ankunft kontaktieren die Mitarbeiter der Vorwerker Diakonie das Jugendamt. Mit dem Amt zusammen führen sie Gespräche mit den Kindern und ihren Eltern. Gleichzeitig leiten sie Hilfsmaßnahmen ein. Diese sind ganz vielfältig. Die Unterbringung in einer Einrichtung oder Pflegefamilie kann ein Weg sein. Für jedes Kind suchen sie die richtige Lösung. Oftmals gelingt aber auch die Rückkehr ins Elternhaus.
Auch Jonas und Agnes sind mittlerweile wieder bei ihrer Familie. Ihre Mutter hat einen Alkoholentzug gemacht. Dabei hat sie Unterstützung vom Jugendamt und den Mitarbeitern der Jugendhilfe der Vorwerker Diakonie erhalten.
Marlis Buth sagt dazu: „Ich bin froh, dass wir für Jonas und Agnes den richtigen Weg finden konnten. Als sie im letzten Jahr zu uns kamen, wirkten sie sehr verloren und scheu. Dank unserer Mitarbeiter war es möglich eine gute Lösung für die beiden zu finden und sie zu unterstützen. Gerade kleine Kinder, die aus ihren Familien herausgerissen werden, brauchen mehr als nur die Grundversorgung in solch einer schwierigen Situation. Eine Schulter zum Anlehnen, jemanden, der sie in den Arm nimmt, ihnen einen warmen Kakao kocht, vorliest oder auch „nur“ zuhört. Das alles wird jedoch nicht öffentlich finanziert und daher benötigen wir die Unterstützung durch Spenden!“
(* Name von der Redaktion geändert)
Wir freuen uns über jede Spende für unsere Arbeit unter dem Stichwort „Hilfe für Kinder in Not“ auf das Konto
Bank für Sozialwirtschaft
Konto 44 080 44
BLZ 251 205 10
Wenn Sie mehr wissen wollen, stehen wir Ihnen jederzeit gerne für Ihre Fragen und Anregungen zur Verfügung.
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