Lübeck, 17.05.12












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Diakonische Suchthilfe Lübeck


Hinweise für Angehörige

Unzuverlässigkeiten, starke Stimmungsschwankungen, Aggressivität und vermehrte Gewaltbereitschaft beeinträchtigen häufig den Kontakt mit suchtgefährdeten oder bereits abhängigkeitserkrankten Menschen.

Oft versuchen Angehörige von Betroffenen lange Zeit, ein scheinbar normales Leben aufrecht zu erhalten. Bei fortschreitender Suchtproblematik führen sie in ihrer Sorge um den ihnen nahestehenden Menschen häufig einen kräftezehrenden, aussichtslos erscheinenden Kampf gegen das Suchtmittel. Die Angst vor Verlust der Wohnung, des Arbeitsplatzes und wichtiger sozialer Kontakte prägt den familiären Alltag.

Die Angehörigen übernehmen Verantwortungsbereiche des suchtgefährdeten bzw. bereits suchtmittelabhängigen Familienmitglieds und vernachlässigen eigene Interessen und andere Kontakte. Depressionen, psychosomatische Symptome oder eigene Suchterkrankungen können Folgen dieser ständigen Überlastung sein. Sind Kinder von der Suchtproblematik in der Familie betroffen, leiden sie regelmäßig unter Einsamkeit, Angst und Überforderung.

Soweit sollte es gar nicht kommen. Wenn Sie Veränderungen bei Ihnen nahestehenden Menschen beobachten, wenn Sie verunsichert sind, ob deren Suchtmittelkonsum noch als unbedenklich einzuschätzen ist, oder wenn das Gefühl eigener Belastung zunimmt, sollten Sie unverzüglich handeln.

Was können Sie tun?

Ein erster Schritt kann sein, Ihrem Angehörigen offen mitzuteilen, wie Sie seinen Suchtmittelgebrauch wahrnehmen. Dabei ist es hilfreich, eigene Gefühle wie Verunsicherung, Besorgnis oder auch Verärgerung und Enttäuschung klar zu benennen. Informieren Sie sich über das Suchtmittel und suchen Sie Unterstützung.

Das Gespräch mit einer Suchtberatungsstelle kann Ihnen helfen, Ihre augenblickliche Situation zu klären. Hier stehen Ihre Befindlichkeit und Ihre Sorgen im Mittelpunkt. Gemeinsam überlegen Sie dort, was Sie verändern und wie Sie wieder mehr Freude an Ihrem Leben gewinnen können. Sie können prüfen, wie Sie sich Ihrem Angehörigen gegenüber künftig verhalten wollen. Bei Bedarf erhalten Sie Informationen über weitere Hilfsangebote.

Möglicherweise ist Ihr Angehöriger mit diesem Schritt nicht einverstanden. Aber auch Sie sind in einer schwierigen Situation und haben ein Recht auf Unterstützung.







  Kontakt

Diakonische Suchthilfe Lübeck
Dr.-Julius-Leber-Str. 26-30
23552 Lübeck

Telefon: 0451 - 317000 0
Fax: 0451 - 317000 18